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Interaktive Veranstaltungsformate der Zukunft

Endlich die Aufmerksamkeit der Teilnehmer für sich gewinnen!

Doreen Biskup ist Geschäftsführerin der MICE Academy und vermittelt Wissenswertes rund um das Thema MICE: Meetings, Incentives, Convention und Event. Zusammen mit der Stadthalle Hagen durften wir an dem Seminar „Partizipative und Interaktive Veranstaltungsformate der Zukunft“ teilnehmen. Wie Ihr die Aufmerksamkeit Eurer Teilnehmer in Zukunft endlich für euch gewinnen könnt und damit den Erfolg Eurer Veranstaltung deutlich steigert, verraten wir in diesem Beitrag.

Wir alle kennen folgendes Szenario:

Wir sitzen im Meeting, bei einer Tagung oder Versammlung und vor uns steht der Vortragshalter und vermittelt uns sein Wissen. Einige Minuten vergehen, in denen wir noch interessiert zuhören, doch schon nach kurzer Zeit schwindet unsere Aufmerksamkeit und wir wenden uns etwas anderem zu.

Hierbei hilft ein moderner Ansatz die Wachsamkeit aufrechtzuerhalten: verschiedene partizipative und interaktive Formate ermöglichen es Veranstaltungen kreativer zu gestalten und damit die Aufmerksamkeit der Anwesenden zu fördern. Ziel ist es, die Teilnehmer zum Mitmachen und Mitdenken aufzufordern. Dabei sollen sie sich aktiv mit dem Thema auseinandersetzen, in Teams ihre Meinungen austauschen und neue Fragestellungen entwickeln. Traditionelle und langweilige Abläufe der Wissens-Generierung und -Vermittlung gehören damit der Vergangenheit an.

Die Formate

„Open Space“ und „Bar Camp“

Bei diesen beiden Formaten werden der Wissensaustausch sowie die bessere Kommunikation zwischen den Teilnehmern gesteigert. Durch die Forderung, nach kurzer Zeit ein Ergebnis vorzustellen, werden die Anwesenden dazu getrieben sich zu unterhalten. Die Durchführung dieser beiden Veranstaltungsformate ist identisch. Sie unterscheiden sich nur darin, dass der “Open Space” analog stattfindet, also mit Papier und Stiften, während das “Bar Camp” digital, zum Beispiel mittels iPads, durchgeführt wird.

Der Ablauf findet wie folgt statt: Jeder Teilnehmer stellt einen Gedanken oder eine Frage zum übergeordneten Thema vor, über das er gerne sprechen möchte. Die Vorschläge werden für alle sichtbar gesammelt. Anschließend müssen sich die Teilnehmer unter allen vorgestellten Themen für eines entscheiden. Die Themen, für die sich die meisten Teilnehmer interessieren werden später Mittelpunkt der Unterhaltungen und Sessions sein. Nach der Vorschlagsrunde suchen sich die Anwesenden dann frei aus, an welchem Gespräch sie über den Tag hinweg teilnehmen möchten. Sie entscheiden auch ob, wie und für welche Dauer sie sich einbringen möchten.

Das World Café in der Praxis (Foto: Thomas Seuthe)

„World Café“

Die Idee hier hinter ist, dass man wie beim Kaffeekränzchen zusammensitzt und sich unterhält. Dabei wird eine gemütliche Atmosphäre geschaffen, in der sich auch schüchterne und zurückhaltende Personen wohlfühlen und sich an der Konversation beteiligen können. Idealerweise sitzen maximal 4 Personen an einem Tisch, damit jeder zu Wort kommen kann.

Zum Ablauf: Zunächst wird an jedem Tisch ein „Tischmaster“ bestimmt, der die die Gruppen zum Austausch motiviert. Dann wird ein Thema vorgegeben, über das an allen Tischen diskutiert wird. Die Ergebnisse werden auf einem Blatt Papier festgehalten. Nach 10 Minuten ertönt ein akustisches Signal, welches das Zeichen gibt, im Uhrzeiger Sinn zu rotieren. Alle, bis auf die Tischmaster, wechseln die Tische im Uhrzeigersinn und schauen sich an welche Gedanken sich die anderen Teilnehmer zum jeweiligen Thema gemacht haben. Anschließend werden diese Einfälle geprüft und ergänzt. Denn genau das ist das Ziel dieses Formats: Das Thema und die Ideen sollen hinterfragt und weitergedacht werden, sodass die Teams detaillierte Ergebnisse erreichen.

Nach der letzten Rotation, werden die Stichpunkte auf drei Überbegriffe runtergliedern und diese zeichnerisch auf ein neues Blatt Papier gebracht. Abschließend werden die Resultate vorgestellt.

„Fish Bowl“

Dieses Format ist besonders geeignet, um eine Diskussion zu fördern, erfordert allerdings auch etwas Mut der Teilnehmer: Fünf Stühle werden zu einem Kreis zusammengestellt (= Bowl), auf denen sich vier Personen (= Fische) platzieren, ein Stuhl bleibt frei. Diese vier „Fische“ starten die Diskussion zum vorgegeben Diskussionsthema, alle anderen Teilnehmer stehen um die Stühle herum und hören dem Gespräch zu. Wenn sich jemand von außen dazu entschließt einen Beitrag zu leisten, so kann er einfach den Kreis betreten, indem er sich auf den freien Stuhl setzt. Sind alle Plätze besetzt, kann ein Sitzender angetippt und so der Platz zu getauscht werden. Sitzende Personen können die Diskussion verlassen, indem sie einfach aus dem Kreis austreten.

Fazit

Mit Hilfe der vorgestellten Formate werden anspruchsvolle und abwechslungsreiche Events geschaffen. Mittels dieser neuen pädagogischen Ansätze werden größere Lerneffekte und ein nachhaltiger Wissenszuwachs erzeugt. Durch das „Learning by Doing“-Konzept werden neue Lösungsansetze kreiert und Wissen optimal transferiert. Die intensive Zusammenarbeit in den einzelnen Teams fördert zudem das Netzwerken, das Engagement sowie das Gemeinschaftsgefühl.

Wenn Sie Fragen zu der Anwendung oder Umsetzung unserer Tipps haben schreiben Sie uns einfach eine Mail an: SarahSchulte@EventExperience.de!

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